Gartenpflege trotz Behinderung

jardinier avec tondeuse

Ein Garten tut Körper und Seele gut. Das wissen alle Gartenfreunde. Hier sind sie in der Natur, an der frischen Luft und können nach Herzenslust in der Erde buddeln, säen und pflanzen, pflegen und ernten. Außerdem kann der Mensch im Garten aber auch die Schönheit der kleinen Dinge genießen, Blumen, Vögel, Schmetterlinge und Käfer betrachten und zur Ruhe finden. Gerade auch für kranke und behinderte Menschen kann Gartenarbeit eine wirksame Therapie sein. Das betrifft sowohl die körperliche als auch die psyschische Seite. Körperlich beeinträchtigten Menschen kann die Gartenarbeit helfen, die geschwächten Muskeln ihres Körpers zu trainieren und das ganz einfach nebenbei ohne gezielte Krankengymnastik. So kann der Gleichgewichtssinn und die Koordinierung verbessert, Greifen geübt, die Durchblutung gefördert werden. Aber auch für die Psyche ist Gartenarbeit, gleich in welcher Form, sehr günstig. Menschen, die vielleicht nur wenige Dinge selbst können und gepflegt werden müssen, erleben sich im Garten einmal selbst als Pfleger und oft als sehr erfolgreich, wenn „ihre“ Pflanzen besonders gut gedeihen. Es stärkt enorm das Selbstvertrauen, wenn jemand erlebt, dass er nicht nur Defizite sondern auch Erfolge hat.

Natürlich ist der Grad einer eventuellen Behinderungen ausschlaggebend dafür, was der Behinderte im Garten arbeiten kann. Sitzt er zum Beispiel im Rollstuhl, kann er sicher weder umgraben noch den Rasen mähen. Aber er kann vielleicht Pflanzen in Töpfen und Kübeln aussäen und pflegen. Mit weniger schwerwiegenden Behinderungen kann der Gartenbegeisterte möglicherweise auch andere Gartenarbeiten verrichten, zum Beispiel kleinere Büsche verschneiden, Laub harken und ähnliches. Es gibt in einem Garten ja immer sehr viel zu tun und nicht alle gärtnerischen Arbeiten sind körperlich schwer. Außerdem gibt es auch sehr praktische und nützliche Gartengeräte, die bei Behinderungen hilfreich sind. Da sind erstmal längere Stiele für Hacken, Harken und Fugenkratzer. Sie ermöglichen ein ergonomisch korrektes Arbeiten und machen das Bücken überflüssig. Auch Unkrautstecher und Rasenkantenschneider mit Stiel schonen den Rücken. Bei Funktionsstörungen der Handgelenke leisten Hand-Garten-Schaufeln,-Harken-und Hacken gute Dienste. Sie haben einen rechtwinklig geformten Griff, wodurch ein höheres Maß an Koordination und Kraft bei der Gartenarbeit erreicht wird. Sehr praktisch sind auch Akku-Heckenscheren oder die drehbaren Gartenkrallen, die man statt

eines Spatens zum Umgraben nutzen kann. Zur Unkrautentfernung auf Wegen und in Fugen lässt sich auch ein Gas-Abflammgerät verwenden, mit dem se sich bequem im Sitzen arbeiten lässt. Wer nicht mehr sicher stehen kann, findet im Handel verschiedene Sitzgelegenheiten wie Beethocker, gepolsterte Kniebänke und ähnliches. Die genannten Beispiele lassen sich noch weiter fortführen und es lohnt sich sicher, nach speziellen Gartengeräten für Behinderte und Senioren Ausschau zu halten. Einige Hersteller von Gartengeräten haben das Problem erkannt und bieten diese Geräte gezielt an.

Natürlich sind es nicht nur die Gartengeräte, auch bei der Gestaltung des Gartens sollte einiges bedacht werden, um Behinderten das Gärtnern leichter zu machen. Da sind zum Beispiel die beliebten Hochbeete die, einmal angelegt, sehr bearbeitungsfreundlich sind und auf denen man alles mögliche anpflanzen kann. Auch begeh- und befahrbare Kräuterspiralen sind praktisch. Für Rollstuhlfahrer müssen die Gartenwege barrierefrei, ausreichend breit und möglichst auch ordentlich befestigt sein. Es gibt sogar die Möglichkeit, überfahrbare Beete mit Tritt-und Rollplatten zwischen den Pflanzreihen anzulegen, bei denen der Abstand der Platten genau auf den verwendeten Rollstuhl angepasst ist. Aber auch für Menschen mit Gehhilfen oder ähnlichen Einschränkungen sollten die Wege möglichst breit und trittsicher sein und es keine Stolperfallen, keine rutschigen Abhänge und anderen Hindernisse geben. Ist eine Treppe unverzichtbar, sollte sie ebenfalls breit und flach sein und einen Handlauf haben. Wo es möglich ist, bietet sich eine Rampe an. Bei der Neuanlage oder Umgestaltung des Gartens sollte auch darauf geachtet werden, möglichst pflegeleichte Pflanzen zu wählen. Es müssen zum Beispiel nicht die besonders schnell-und hoch wachsenden Hecken sein, die angepflanzt werden. Es gibt viele Arten von Wildsträucherhecken und Koniferenarten, die langsam wachsen und genauso hübsch sind. Auch auf nicht winterharte Pflanzen, die jeden Herbst in ein beheiztes Winterquartier gebracht werden müssen, lässt es sich vielleicht verzichten. Bei den Obstbäumen gibt es heute viele klein bleibende Arten wie Spalierobst oder Säulenobst.

Neben all den möglichen Hilfsmöglichkeiten sollte auch noch etwas bedacht werden. Ein Garten soll in erster Linie Freude machen und keinesfalls nur Arbeit bedeuten. Gerade wenn die körperlichen Kräfte im Verlauf einer Erkrankung langsam schwinden und die Behinderung spürbarer wird, ist es Zeit für ein Umdenken. Natürlich sieht ein perfekt geschnittener Zier-Rasen gut aus aber eine wilde Blumenwiese auch. Sicher waren die exakt geschnittenen Kugel-Buchsbäume eine Augenweide aber es ist nicht schlimm, sie wachsen zu lassen, wie sie wollen. Und vielleicht helfen ja Familienangehörige und Freunde bei der Gartenpflege auch hin und wieder mal kräftig mit.

Firmen die Behinderte Menschen in Ihren Gärtnereinen einstellen:

https://www.youtube.com/watch?v=gaAxWsXYeLY

Haus Freudenberg vermittelt an den Blumenversand von yourflora neu und jetzt auch an grablampen24.de

wfb Herne

http://www.myhandicap.de/job-ausbildung-behinderung/arbeitnehmer/behindertenwerkstatt/

Foto: #64254529 | © muro – Fotolia.com

Schwimmunterricht mit geistiger Behinderung

Ziel des Heilpädagogischen Schwimmunterrichts muss es sein, behinderten Menschen so früh wie möglich, das Wasser als Bewegungsraum zu erschließen. Dies kann zu dem ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Inklusion sein. Behinderte Kinder, die so früh wie möglich das Schwimmen erlernen, laufen später während des Schulunterrichts weniger Gefahr, sich von den anderen Kindern ausgeschlossen zu fühlen. Wobei beim Heilpädagogischen Schwimmen nicht die Beherrschung eines perfekten Schwimmstils im Vordergrund steht, sondern das praktische Handeln. Diejenigen unter den Behinderten, die sich später in Form einer regelrechten Technik im Wasser fortbewegen können, erhalten die Möglichkeit bei Wettkämpfen unter der Aufsicht der FINA (Fédération Internationale de Natation Amateur) teilzunehmen.

Allerdings kommt für die meisten Kinder und Jugendlichen mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung, zu Beginn des schwimmen Lernens, nur der Einzelunterricht in Frage. Denn je nach Grad ihrer Beeinträchtigung, brauchen sie eine längere und intensivere Zeit des Lernens. Beim Gruppenunterricht kann sich dieses Handicap in so fern negativ bemerkbar machen, da hier nur ein Teil der Aufmerksamkeit des Lehrpersonals sich allein auf die Behinderten konzentrieren kann. Mitunter kann es dann auch zur einer Gefährdung der Gesundheit der Behinderten kommen. Deshalb bedarf es hierfür speziell ausgebildete Einzeltrainer.

Das bewegungsauslösende Medium Wasser trägt mit dazu bei, psychische und körperliche Störungen des behinderten Menschen zu lindern. So werden durch den Auftrieb des Wassers, die Muskeln und Bänder sowie die Gelenke entlastet, wodurch die körperlichen psychomotorischen Handicaps behandelt und ausgeglichen werden. Insbesondere für geistig behinderte Menschen ist das Schwimmen eine intensive Koordinations- und Gleichgewichtsübung, die ihnen auch bei der späteren Alltagsbewältigung zu gute kommen kann. Außerdem stärken die erzielten Erfolge im positiven Maße auch ihr Selbstvertrauen. Im Rahmen der Inklusion erweitert der Schwimmunterricht außerdem die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung erheblich. Dies trägt zur Stärkung des Zugehörigkeitsgefühls zu einer Gruppe mit bei und fördert zugleich die Kontaktaufnahme zu anderen Menschen. Des Weiteren lernen die Behinderten bei eventuellen Notsituationen, wie sie sich im Wasser zu verhalten haben.

Eltern, deren Kinder von einem Arzt einen Heilpädagogischen Schwimmkurs verordnet bekommen, können die Fahrtkosten zum Arzt sowie zu den jeweiligen Einrichtungen, in einem bestimmten Rahmen als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer absetzen (inklusive Parkgebühren). Allerdings können nur die Kosten gelten gemacht werden, die bei der Benutzung eines öffentlichen Verkehrsmittels anfallen würden. Ausnahmen bestehen nur, wenn keine zumutbaren öffentlichen Verkehrsverbindungen bestehen oder deren Benutzung nachweislich nicht als zumutbar gelten.

Sport für Menschen mit geistiger Behinderung

Integration von verschiedenen Kindern mit und ohne Behinderung

Integration von verschiedenen Kindern mit und ohne Behinderung

Stolz zeigen die jungen Männer ihre Medaillen den neugierigen Kollegen der Werkstatt für geistig behinderte Menschen. Es wurde nur der drittletzte Platz. Und dennoch war das überregionale Fußball-Turnier ein ganz besonderes Erlebnis für alle Teilnehmer, das sie nicht vergessen werden. Die unterhaltsame Anfahrt im Zug, die emotionale Ansprache des Trainers, all die Aufregung vor dem Eröffnungsspiel, der enthusiastisch gefeierte Ehrentreffer in der letzten Partie. Und nun die ganze Aufmerksamkeit der Belegschaft. Nächstes Jahr werden die Männer wieder dabei sein. Und vielleicht besser abschließen als heuer. Doch wenn nicht, ist es das Ganze trotzdem wert.
Sport gilt für viele Menschen in unserer Gesellschaft als ein ganz wesentliches Element ihrer Freizeitgestaltung. Sei es die Bewegung zu Fuß, auf Inline-Skates oder auf dem Fahrrad, mit Bällen oder Schlägern, auf dem Rasen oder im Wasser, für sich oder in einer Gruppe – Sportarten jeglicher Couleur bereichern uns. Bewegung ist gut für die Gesundheit und macht Spaß. Sie kanalisiert Wut und Aggression, fördert das physische und seelische Gleichgewicht. Sport lehrt den Umgang mit Sieg und Niederlage, gibt Selbstvertrauen und verbindet Menschen. Und natürlich ist die körperliche Ertüchtigung für den einen oder anderen mehr als nur ein Hobby. Leistungssportler messen sich auf Hockeyplätzen und auf dem Squashcourt, sie rennen Marathon oder schwimmen um die Wette. Und mitunter verdienen sie sogar ihren Unterhalt damit.
Sport ist also eine wertvolle Bereicherung für Frau und Mann. Das gilt nicht minder für geistig behinderte Menschen. Selbstverständlich genießen auch Personen mit einer Intelligenzminderung den Jubel bei dem alles entscheidenden Tor auf dem Fußballfeld, das intensive Schwitzen beim anstrengenden Fahrradfahren unter der Sonne oder die erfüllende Erschöpfung nach dem Turnen in der Gymnastikhalle.

Abgesehen von speziellen Sportarten, die ein sehr hohes Maß an Eigenverantwortung, fortgeschrittenen kognitiven Kompetenzen oder die äußerst komplexe Bewegungsabläufe abverlangen, können geistig behinderte Menschen nahezu alle üblichen Bewegungsangebote durchführen. Und auch der Wettkampfsport ist ausgeprägt. So existieren seit 1968 die im vierjährigen Rhythmus stattfindenden internationalen Special Olympics als Pendant zu den Olympischen Spielen für nichtbehinderte Sportler.

Einzig und allein die Art und Weise der Umsetzung benötigt hier und da eine Anpassung der jeweiligen Bedingungen. Sportler benötigen entsprechend des Grads ihrer kognitiven Einschränkung ein höheres Maß an Anleitung, passiver und aktiver Unterstützung, Strukturierung und klarer Regeln. Hierbei unterstützen etwa einfache Ansprachen und Signale, eine behutsame, langsame und anschauliche Einweisung in die Abläufe oder auch Sportkleidung, die die Teamzugehörigkeit deutlich kennzeichnet, die Aneignung und Ausführung der Sportart. Auch bestimmte Hilfsmittel wie etwa ein tonerzeugendes Spielgerät beim Fußball oder stabilisierende Utensilien beim Schwimmen können mitunter erforderlich sein.
Für Menschen mit einer sehr umfassenden geistigen Einschränkungen bestehen zudem spezifische, niederschwellige Sportangebote, die sich weniger am Wettkampf orientieren, sondern stattdessen das Erfahren von Bewegung über verschiedene Sinneskanäle in den Vordergrund rücken. Hierzu gehören beispielsweise Spiele mit Luftballons, Rollbrettern oder Schwungtüchern, das therapeutische Reiten, Bewegungen im Wasser, Aktivitäten in einem Hindernis-Parcours oder rhythmisches Springen auf einem Trampolin.

Immer mehr im Fokus stehen überdies auch integrative Bewegungsangebote. Die Idee dahinter ist, dass nicht-behinderte und geistig eingeschränkte Menschen gemeinsam Sport ausüben und in dieser heterogenen Konstellation gegenseitig voneinander lernen. Teilnehmer ohne Intelligenzminderung üben auf dieser Weise, Toleranz, Akzeptanz und Empathie zu entwickeln, sozial zu handeln, die Bedürfnisse des Teamkollegen wahrzunehmen und gegebenenfalls Hilfestellungen anzubieten. Die kognitiv beeinträchtigten Akteure wiederum erleben sich in einem natürlichen statt künstlich isolierten Setting, fühlen sich als gleichwertige Bestandteile der Gemeinschaft und können sich Erfolgsstrategien der nicht-behinderten Sportler abschauen. Integrative Bewegungsangebote realisieren sich unter anderem im Rahmen von Psychomotorik-Kursen für Kinder, im Rollstuhl-Basketball als auch im Rehabilitations- oder Fitnesssport.
Geistig behinderte wie nicht behinderte Menschen profitieren also gleichermaßen von der Ausübung von individuellen oder gemeinschaftlichen Bewegungsangeboten. Und vielleicht kommt dem Sport bei Personen mit einer Intelligenzminderung sogar noch eine besondere Bedeutung zu. In Anbetracht der Einschränkungen ihrer individuellen Lebensführung und sozialen Teilhabe mögen Bewegungsangebote einen besonderen Beitrag leisten können, sich aktiv und konstruktiv wahrzunehmen, Zugehörigkeit zu erleben, Erfolg zu haben, Verantwortung zu übernehmen, entscheiden zu können und sich wohl zu fühlen.

Bild: fotolia #79243353

Führerschein mit Behinderung

Viele Menschen sind heutzutage auf Mobilität angewiesen. Ob zum Einkaufen, Arbeiten oder einfach nur Freunde treffen – wer nicht in einem Ort mit guter Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel wohnt, muss zwangsläufig auf das Auto zurückgreifen. Dafür benötigt man einen Führerschein. Für Menschen mit Behinderung stellt das häufig eine Herausforderung dar. Alle Menschen sind gleich und so hat jeder Mensch das Recht darauf, einen Führerschein zu beantragen und Auto zu fahren.
Ein Mensch mit körperlicher Behinderung ist in irgendeiner Weise physisch eingeschränkt, sodass er die Tätigkeit des Autofahrens nicht in der gleichen Weise lernen und ausüben kann wie seine Mitmenschen. Es kommt ganz auf den Fall an, ob man mit einer körperlichen Behinderung den Führerschein machen kann. Jeder Antrag wird daher von der Fahrererlaubnisbehörde geprüft. Diese kann einen Gutachter zu Rate ziehen. Auch Ärzte können während des Antragsverfahren eine Diagnose stellen. Dabei wird auf Grundfähigkeiten Wert gelegt, die jeder Autofahrer haben sollte wie zum Beispiel das Sehvermögen, Reaktionszeit, psychische Belastbarkeit und anderes. Auch das Einnehmen von Medikamenten oder nervliche Krankheiten werden dabei berücksichtigt.

Um den Führerschein mit Behinderung machen zu können, muss erst einmal die Führerscheinstelle informiert und die Fahrtüchtigkeit eingestuft werden. Schon im Vorfeld sollten sich die Menschen über ein gefordertes Gutachten oder einen Arztbesuch, der die Fahrtüchtigkeit bescheinigt, informieren. Ist die Sicherheit im Straßenverkehr gewährleistet, muss eine Fahrschule gefunden werden, die diese Ausbildung auch unterstützt und den Führerschein für Menschen mit Behinderung anbietet. Manche Fahrschulen haben sich auf diesen Bereich spezialisiert und müssen je nach Wohnort in der Umgebung ausgemacht werden.
Des Weiteren stellt sich die Frage, um welche Behinderung es sich handelt. Bei komplexeren körperlichen Behinderungen kann es schon einmal sein, dass die Ausstattung eines herkömmlichen Wagens nicht ausreicht oder unvorteilhaft für den Fahrer ist. Manche Autohersteller haben schon Modelle parat, die für bestimmte Behinderungen nützlich sind. Außerdem bieten einige Firmen sogenannte Vergünstigungen an, wenn man einen Neuwagen kauft. Dies ist allerdings nur möglich, wenn ein Behindertengrad von mindestens 50 Prozent besteht. Der Grad der Behinderung ist ebenfalls im Führerschein vermerkt. Wer trotz dieses Angebots immer noch Umbauten am Wagen benötigt, findet leicht einen Anbieter in seiner Nähe, der das Auto technisch umstrukturieren kann. Wie bei allen Autofahrern gilt auch hier, Sicherheit geht vor. Der Technik und kreativen Innovation sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Deshalb lassen sich viele Menschen mit Behinderung ihr Auto umbauen, wie beispielsweise den Schaltknüppel auf die linke Seite. Andere sitzen in einem Rollstuhl, den sie problemlos mit transportieren können. Parkplätze für Menschen mit Behinderung gibt es überall und sie machen es dem Fahrer leicht ein und auszusteigen.

Bei aufwendigen Umbauarbeiten am Auto handelt es sich aber auch um finanzielle Möglichkeiten des jeweils Betroffenen. Es ist möglich bei solch einem Umbau die Unterstützung von außen anzufordern wie zum Beispiel ein Zuschuss der Krankenkasse oder der Rentenversicherung. Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich und wird einzeln entschieden. In einigen Fällen hatten Menschen bereits einen Führerschein, sind dann aber durch eine Krankheit oder einen Unfall nicht mehr in der Lage, diese Tätigkeit so auszuüben wie vorher. Hier sollten sich die Menschen an die Fahrererlaubnisbehörde wenden, die dann eine Untersuchung bei einem Arzt einleitet. Dieser überprüft dann erneut die allgemeinen Fähigkeiten, die die Voraussetzung beim Autofahren bilden.
Es gilt, dass jeder Mensch das Recht auf Gleichberechtigung hat und so hat auch jeder Mensch die Chance einen Führerschein zu machen und somit am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Webtipps:

http://www.tuev-nord.de/de/fahrerlaubnispruefung/fuehrerschein-mit-behinderung-3125.htm

http://www.myhandicap.de/behinderung_fahrerlaubnis.html

http://www.auto-motor-und-sport.de/news/fuehrerschein-fuer-behinderte-fahrergutachten-und-anmeldung-4855905.html

Der Alltag von Menschen mit Behinderung

Behinderte Menschen, egal welche Art von Eingeschränktheit sie auch haben mögen, stoßen im Alltag sehr häufig auf ganz unterschiedliche Probleme. Egal ob zu Hause, im Bus, auf der Straße, in einem Restaurant oder in Einkaufsläden. Selbst der große Ausweis, den jeder behinderte Mensch bei sich tragen muss, schränkt ein und diskriminiert dabei sogar regelrecht. Andere Personen sehen den betroffenen Menschen und dessen intensive Beschwerden und starren ihn oftmals nur komisch an. Manchmal strecken vorlaute Kinder diesen Menschen die Zunge heraus oder es folgen wilde Beschimpfungen ohne jeglichen Grund – das Leben von behinderten Menschen, ob körperlich oder geistig, ist im Alltag sehr schwierig und überfordert. Die Lebensqualität von Personen mit einer Behinderung wird ganz entscheidend vom sozialen Verhalten ihrer Mitmenschen, also von ihrem unmittelbaren Gegenüber, geprägt und ist oftmals sehr gemein und auch unerträglich. Menschen ohne Behinderung verhalten sich im Umgang mit Behinderten und Betroffenen manchmal unsicher und grenzen aus diesem Grund unbewusst – oder meist auch richtig bewusst – aus. Oft sind es Unkenntnis oder gar oberflächliche Vorurteile, die die Gründe dafür sind. Menschen mit einer Behinderung müssen ihre alltäglichen Erledigungen genau vorplanen, wenn es um einen Einkauf, einen Behördengang oder einen üblichen Café Besuch geht.

Bereits beim Aufstehen und Fertigmachen, beginnen die ersten richtigen Probleme für Menschen mit einer Behinderung. Je nach Grad der Einschränkung sind sie nicht so flexibel und mobil; können sich deshalb nicht frei und leicht bewegen. Egal ob körperliche oder geistige Behinderung – Betroffene meistern den Alltag mit großen Schwierigkeiten. Wenn behinderte Menschen auf der Straße in einen Bus steigen wollen, gehen die alltäglichen Probleme für sie weiter. Niemand ist so freundlich, um beim Einsteigen behilflich zu sein oder auch nur einen Sitzplatz im Bus anzubieten. In der Stadt angekommen, wird es für Betroffene oft noch schlimmer, denn Restaurants haben ihre Toiletten beispielsweise häufig im Kellergeschoss, die mit vielen Treppenstufen verbunden sind. Auch Kinos oder Theater besitzen zu viele Treppen, als dass behinderte Menschen diese einfach bewältigen könnten. Treppen werden im Alltag zu ernsthaften Hindernissen und schränken die Mobilität deutlich ein. Natürlich leben Personen, die im Rollstuhl sitzen, noch begrenzter, denn schwimmen, ins Kino gehen oder durch die Fußgängerzone spazieren, ist alles andere als leicht und normal. Rollstuhlfahrer dürfen sich auch nicht selbst den Arzt aussuchen, den sie bevorzugen würden, sondern bekommen gewisse Richtlinien gestellt. Da auch nicht jede Einrichtung einen Fahrstuhl besitzt, ist der betroffene Rollstuhlfahrer deutlich mehr eingeschränkt als beispielsweise eine Person mit geistiger Behinderung. Menschen mit Behinderung haben es im Alltag sehr viel schwerer als gesunde, denn sie sind in vielen Situationen deutlich eingeschränkt und benötigen die Hilfe von Außenstehenden, die diese nicht immer anbieten.

zur Info: http://www.handicap-international.de/fileadmin/redaktion/pdf/titeuf_beh.pdf

Bildungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung

Bildungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung

Eine plötzlich auftauchende Krankheit oder ein unvorhersehbarer Unfall kann das Leben eines bodenständigen Menschen von heute auf morgen auf den Kopf stellen, beruflich sowie privat. Wenn der Arbeitsplatz aufgrund einer körperlichen Behinderung gefährdet ist, muss eine berufliche Umorientierung in Kauf genommen werden. Im Folgenden erfahren Sie, welche beruflichen oder privaten Bildungsmöglichkeiten, es für Menschen mit einer körperlichen Behinderung gibt.

Arbeiten mit einer Behinderung

Viele Menschen müssen sich aufgrund einer plötzlichen Behinderung, beruflich komplett neu umorientieren. Häufig sind die Gründe dafür oft Unfälle oder Krankheiten. Oftmals stehen diese Menschen erst mal hilflos vor einem rießen Berg Fragen und wissen nicht, welchen Schritt sie nun gehen sollen, da sie keine Informationen über berufliche Rehabilitationsmaßnahmen oder Bildungsmaßnahmen haben.

Das Spektrum der verfügbaren Bildungsmaßnahmen ist sehr weitreichend und geht von berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen über berufliche Weiterbildung und kann sogar bis hinzu einer Grundausbildung gehen. Diese Bildungsmaßnahmen können entweder in einem normalen Betrieb, in einer überbetrieblichen Bildungseinrichtung oder einer speziellen Rehabilitationseinrichtung ausgeführt werden.

Berufliche Ausbildung

Bei der beruflichen Ausbildung handelt es sich um eine Ausbildung, die zu einem Abschluss in einem anerkannten oder geregeltem Ausbildungsberuf führt.

Berufliche Weiterbildung

Bei der beruflichen Weiterbildung spricht man von Maßnahmen mit dem Ziel, die beruflichen Kenntnisse,Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erweitern, den technischen Fortschritten anzupassen oder einen beruflichen Aufstieg zu ermöglichen.

Blindentechnische Grundausbildung

Hierbei handelt es sich um die Vermittlung, spezieller Fertigkeiten, um die Grundvorraussetzung für den beruflichen Einsatz vorzubereiten.

Qualifizierungsmaßnahme für behinderte Menschen in einer entsprechenden Werkstatt

Körperlich behinderte Menschen, die in ihrer Leistungsfähigkeit stark beeinträchtigt sind und keine berufliche Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt finden, können an einer Qualifizierungsmaßnahme in einer Werkstatt für Menschen mit körperlicher Behinderung teilnehmen.

Hier geht es in erster Linie darum, die vorhandenen Leistungsfertigkeiten festzustellen und diese in entsprechenden Bildungsmaßnahmen aufrechtzuerhalten sowie wiederzugewinnen oder weiterzuentwickeln. Die betroffenen Personen erhalten somit die Möglichkeit nach Abschluss der Rehabielation einen Beruf auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu bekommen und wenn dies nicht möglich ist, eine geeignete Tätigkeit in der Werkstatt für Menschen mit körperlicher Behinderung zu bekommen.

Vorraussetzungen

Die Teilnahme an solch einer Maßnahme ist für die Rehabilitation freiwillig und geschieht in gemeinsamer Überlegung mit Betroffenen, Beratern und Fachdiensten. Für die Aufnahme gibt es keine Einschränkungen in Bezug auf Schweregrad der körperlichen Behinderung. Von Bedeutung ist nur, dass die betroffene Person im Anschluss der Maßnahme, ein gewisses Mindestmaß an wirtschaftlicher Arbeit leisten kann. Des Weiteren besteht die Anforderung, dass kein erhöhter Pflegebedarf besteht und dass eine Gefährdung anderer oder der eigenen Person ausgeschlossen werden kann.

Aus/-und Weiterbildung von Menschen mit Handycap

Der Schulabschluss spielt für das berufliche Weiterkommen in der Arbeitswelt eine entscheidene Rolle. Fehlende oder bessere Abschlüsse lassen sich nachholen, auch für Menschen mit körperlicher Behinderung.

Da zahlreiche Abschlüsse auch parallel zum Berufsleben stattfinden, hat nahezu jeder die Möglichkeit, seinen Abschluss nachzuholen. Aber auch ein Studium ist mit einer körperlichen Behinderung zu bewerkstelligen. Wichtig sollte nur sein, dass Sie nach dem Studium auch beruflich in den Beruf einsteigen können.

Körperliche Behinderung bedeutet nicht das berufliche Aus

Wie Sie sehen können, gibt es viele berufliche Bildungsmaßnahmen und eine körperliche Einschränkung muss nicht immer dass Aus bedeuten, auch wenn vielleicht eine große Umorientierung und Umstellung von Nöten ist. Ob Sie sich nun für eine Maßnahme in einer Werkstatt für Menschen mit körperlicher Behinderung entscheiden, nur beruflich umorientieren oder einen Abschluss nachholen ist Ihnen überlassen und hängt individuell von dem Schweregrad der Behinderung ab.